Der heutige Fokus liegt bewusst nicht auf 3D-Druck oder Lasercuttern, sondern auf einem der beliebtesten Holz- und Kreativtrends: Epoxidharz in Kombination mit Massivholz. Besonders sogenannte „River“-Designs erleben 2026 eine neue Welle – allerdings nicht mehr nur bei großen Tischen, sondern auch bei kleineren Wohnaccessoires, Schneidebrettern, Lampen und Dekoobjekten. Gleichzeitig setzen Maker verstärkt auf Restholz und nachhaltige Materialnutzung.

Der River-Trend wird erwachsen

Wer an Epoxidharz denkt, hat oft große Esstische mit blauem „Fluss“ im Kopf. Doch genau dieses Bild verändert sich.

Immer mehr Maker nutzen kleine Holzstücke, Astgabeln oder Baumkanten, um daraus Lampensockel, Servierbretter, Untersetzer oder dekorative Schalen zu fertigen. Das spart Material, reduziert Kosten und eröffnet unzählige kreative Möglichkeiten.

Nachhaltigkeit wird Teil des Designs

Besonders spannend ist die neue Verwendung von Restholz.

Statt Verschnitt zu entsorgen, werden ungewöhnliche Maserungen, Risse oder Astlöcher bewusst in das Design integriert. Epoxidharz dient dabei nicht nur als Füllmaterial, sondern wird zum gestalterischen Element.

Jedes Werkstück erhält dadurch eine einzigartige Optik – und macht aus vermeintlichem Abfall ein hochwertiges Einzelstück.

Weniger Größe – mehr Details

Der Trend geht klar zu kleineren Projekten:

  • Servier- und Schneidebretter
  • Untersetzer mit Metall- oder Blattgold-Effekten
  • LED-Lampensockel
  • Schmuckschalen
  • Schlüsselablagen
  • Wanddekoration
  • Uhren mit Holz-Resin-Kombination

Diese Projekte benötigen deutlich weniger Material als ein großer Tisch und lassen sich oft an einem Wochenende umsetzen.

Farben werden natürlicher

Während früher kräftige Blau- und Türkistöne dominierten, setzen viele Kreative heute auf zurückhaltende Farben.

Beliebt sind:

  • Rauchgrau
  • Bernstein
  • Olivgrün
  • Transparent
  • Schwarz mit Metallic-Pigmenten
  • Gold- oder Kupferflocken als Akzent

Das Ergebnis wirkt moderner und passt besser zu skandinavischen oder minimalistischen Wohnstilen.

Perfekt für Einsteiger

Gerade kleinere Resin-Projekte eignen sich hervorragend für den Einstieg.

Sie benötigen weniger Material, sind günstiger und verzeihen kleine Fehler eher als großflächige Gießarbeiten. Gleichzeitig können Anfänger den sicheren Umgang mit Mischungsverhältnissen, Pigmenten und Oberflächenbearbeitung üben.

Fazit

Der Epoxidharz-Trend entwickelt sich weiter: Weg von riesigen Möbelstücken, hin zu nachhaltigen, detailreichen Wohnaccessoires. Wer Restholz kreativ nutzt und mit hochwertigen Harzen kombiniert, kann beeindruckende Einzelstücke schaffen – auch ohne große Werkstatt.