Jackery erweitert sein Angebot an mobilen Stromspeichern um ein besonders handliches Modell: Der Explorer 100D ist seit dem 14. Oktober 2026 in Deutschland bestellbar. Mit 96 Wattstunden Kapazität, zwei leistungsfähigen USB-C-Anschlüssen und einem Gewicht von rund 850 Gramm soll er vor allem Notebooks, Smartphones und andere USB-Geräte unterwegs mit Energie versorgen. Zum Start verlangt der Hersteller 89 Euro statt regulär 129 Euro.
Wer unterwegs einen Laptop laden möchte, braucht längst nicht immer eine schwere Powerstation mit Steckdosen. Oft reicht ein kompakter Akku mit ausreichend Leistung am USB-C-Anschluss. Genau für diesen Einsatz hat Jackery den Explorer 100D konzipiert. Das Gerät bewegt sich damit zwischen einer klassischen Hochleistungs-Powerbank und den größeren Powerstations des Herstellers. Der Begriff Powerstation ist hier allerdings mit einer wichtigen Einschränkung verbunden: Eine 230-Volt-Steckdose gibt es nicht.
Zwei USB-C-Anschlüsse mit bis zu 140 Watt
Im Inneren arbeitet ein Lithium-Eisenphosphat-Akku (LiFePO4) mit 96 Wh. Der Explorer 100D verfügt über zwei USB-C-Anschlüsse und einen USB-A-Port. Über jeden der beiden USB-C-Anschlüsse lassen sich einzeln bis zu 140 Watt abgeben, sofern das angeschlossene Gerät und das Kabel diese Leistung unterstützen. USB-A liefert maximal 18 Watt. Die kombinierte Ausgangsleistung aller Anschlüsse liegt bei höchstens 158 Watt; zweimal 140 Watt gleichzeitig sind also nicht möglich.
Damit kommen neben Smartphones und Tablets auch leistungsstärkere Notebooks infrage. Entscheidend ist, dass sie über USB-C Power Delivery geladen werden können. Geräte, die zwingend einen Netzanschluss benötigen, lassen sich mit dem Explorer 100D dagegen nicht betreiben. Da Jackery auf einen Wechselrichter verzichtet, wird die gespeicherte Energie direkt als Gleichstrom ausgegeben. Wie viel davon beim jeweiligen Endgerät tatsächlich ankommt, hängt unter anderem von den Wandlungsverlusten und der Ladeelektronik ab.
Weniger Gewicht, aber auch etwas weniger Kapazität
Mit rund 850 Gramm und Abmessungen von 11,9 × 8,3 × 8,6 Zentimetern fällt das neue Modell kompakter aus als der Explorer 100 Plus. Jackery beziffert den Unterschied auf 12 Prozent beim Gewicht und 14 Prozent beim Volumen. Der Vorgänger bot 99 Wh und eine maximale Gesamtausgangsleistung von 128 Watt. Beim Explorer 100D sinkt die nominelle Energiereserve damit geringfügig, während die mögliche Ladeleistung steigt. Ein integrierter Tragegriff erleichtert den Transport.
Für den Akku nennt Jackery eine Lebensdauer von 3.000 vollständigen Ladezyklen, nach denen mindestens 80 Prozent der ursprünglichen Kapazität verbleiben sollen. Die Powerstation kann über USB-C mit bis zu 140 Watt geladen werden. Für den Einsatz abseits einer Steckdose unterstützt sie außerdem kompatible mobile Solarmodule, etwa mit 40 oder 100 Watt Leistung. Wie schnell sich der Akku unter realen Bedingungen aufladen lässt, hängt vom Netzteil beziehungsweise bei Solarbetrieb von Wetter und Ausrichtung ab.
Interessant für Flugreisen – aber die Airline entscheidet
Die Kapazität von 96 Wh liegt unter der für viele Fluggesellschaften maßgeblichen Schwelle von 100 Wh für Lithium-Akkus im Handgepäck. Das macht den Explorer 100D für Reisende interessant. Eine pauschale Mitnahmegarantie ergibt sich daraus allerdings nicht: Maßgeblich bleiben die Vorgaben der jeweiligen Fluggesellschaft und die geltenden Transportbestimmungen. In aufgegebenem Gepäck dürfen lose Ersatzakkus beziehungsweise Powerbanks in der Regel nicht transportiert werden.
Preis und Verfügbarkeit in Deutschland
Der Jackery Explorer 100D ist seit dem 14. Oktober 2026 im deutschen Onlineshop des Herstellers bestellbar. Bis einschließlich 3. November gilt ein Einführungspreis von 89 Euro; anschließend nennt Jackery einen regulären Preis von 129 Euro. Die Angaben beziehen sich auf das Einzelgerät. Solarmodule sind optionales Zubehör und nicht Bestandteil dieses Preises.
Zeitgleich hat Jackery den Verkauf seiner größeren, bereits auf der IFA gezeigten Plus-Modelle gestartet: Der Explorer 1000 Plus v2 beginnt im Aktionszeitraum bei 649 Euro, der Explorer 2000 Plus v2 bei 999 Euro und der Explorer 3600 Plus bei 1.799 Euro. Diese Modelle besitzen im Unterschied zum Explorer 100D klassische Steckdosen und sind für deutlich höhere Lasten vorgesehen.
Wie schlägt sich der Explorer 100D gegen die Konkurrenz?
Innerhalb des eigenen Sortiments ist der Vergleich mit dem Explorer 100 Plus besonders naheliegend. Der neue Akku bringt weniger Gewicht und höhere USB-C-Leistung mit, verzichtet dafür auf drei Wattstunden Kapazität. Konkurrenz bekommt er außerdem von leistungsstarken USB-C-Powerbanks wie der Anker Prime mit 27.650 mAh. Diese bietet ebenfalls eine Kapazität knapp unter 100 Wh, setzt aber andere Schwerpunkte, etwa eine höhere kombinierte USB-Ausgangsleistung und App-Funktionen. Welches Konzept im Alltag überzeugt, lässt sich allein aus den Datenblättern nicht entscheiden.