Open-Ear-Kopfhörer verfolgen ein anderes Konzept als klassische In-Ears. Statt den Gehörgang abzudichten, sitzen die Lautsprecher vor dem Ohr. Dadurch bleibt die Umgebung weiterhin wahrnehmbar. Gerade im Alltag, beim Sport oder unterwegs kann das ein entscheidender Vorteil sein. Mit den OpenFit Air 2 möchte Shokz genau diesen Ansatz mit geringem Gewicht, sicherem Sitz, moderner App-Anbindung und einem für offene Kopfhörer kräftigen Klang verbinden.

Für dieses Review wurden uns die Shokz OpenFit Air 2 in Ice Blue vom Hersteller kostenlos zur Verfügung gestellt. Auf unsere Bewertung hatte dies keinen Einfluss. Shokz hatte weder redaktionelle Kontrolle über den Artikel noch die Möglichkeit, den Beitrag vorab freizugeben oder Änderungen am Testergebnis zu verlangen. Der Hersteller sah das Review erst mit der Veröffentlichung. Alle Bewertungen und Praxiseindrücke in diesem Test beruhen auf unseren eigenen Erfahrungen mit dem zur Verfügung gestellten Testgerät.

Verpackung und Lieferumfang

Unser Testgerät kam in der Farbvariante Ice Blue. Wer es dezenter mag, kann die OpenFit Air 2 außerdem in Schwarz oder Weiß bekommen.

Die Verpackung ist zurückhaltend gestaltet. Auf der Vorderseite stehen Produkt und Farbvariante im Mittelpunkt, während auf der Rückseite einige der wichtigsten Funktionen zusammengefasst werden. Unser Exemplar trägt die Modellkennung T520.

Zum Lieferumfang gehören die beiden OpenFit Air 2, das Ladecase sowie die Dokumentation. Ein Ladekabel befindet sich nicht im Karton.

Das fanden wir etwas schade. Natürlich dürften viele Nutzer bereits ein passendes USB-C-Kabel besitzen, bei einem Preis von 139 Euro hätten wir es trotzdem sinnvoll gefunden, eines beizulegen.

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Design und Verarbeitung

Optisch haben uns die OpenFit Air 2 in Ice Blue sehr gut gefallen. Die helle Farbgebung zieht sich vom Ladecase bis zu den Ohrbügeln durch und sorgt für einen modernen Look, ohne dabei übermäßig auffällig zu wirken.

Gerade bei Open-Ear-Kopfhörern ist die Form aber nicht nur eine Designfrage. Der Lautsprecher sitzt schließlich nicht direkt im Gehörgang und muss deshalb möglichst sinnvoll zum Ohr ausgerichtet werden. Shokz hat den Lautsprecherbereich der OpenFit Air 2 um 30 Grad angewinkelt und zusätzlich um 14 Grad nach innen geneigt. Dadurch soll der Schall gezielter in Richtung Gehörgang geführt werden, während das Ohr selbst offen bleibt.

In der Praxis funktioniert diese Bauform für uns sehr gut. Der Lautsprecher sitzt nah genug am Ohr, ohne unangenehm dagegenzudrücken. Gleichzeitig bleibt der Gehörgang vollständig frei.

Auch die Verarbeitung der Ohrhörer selbst hat einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Trotz des niedrigen Gewichts wirken sie überhaupt nicht billig oder einfach verarbeitet. Die Oberflächen sind sauber ausgeführt, die Übergänge ordentlich und auch die flexiblen Ohrbügel vermitteln keinen fragilen Eindruck.

Im Inneren der Bügel kommt eine dünne Nickel-Titan-Konstruktion zum Einsatz, die Stabilität und Flexibilität miteinander verbinden soll. In unserem Alltagstest funktionierte das sehr gut: Die Bügel ließen sich problemlos anlegen und passten sich mit der Zeit angenehm an das Ohr an.

Knarzen, unsaubere Übergänge oder andere sicht- beziehungsweise fühlbare Verarbeitungsmängel konnten wir bei unserem Exemplar nicht feststellen.

Das Ladecase ist kompakt und hosentaschentauglich

Auch das Ladecase hat uns gefallen. Es ist kompakt, stark abgerundet und liegt angenehm in der Hand. Die Oberfläche fühlt sich hochwertig an und ist nicht unangenehm rutschig.

Besonders gelungen finden wir die Größe. Das Case lässt sich problemlos in einer Hosentasche transportieren und trägt dort nicht übermäßig auf.

Beim Scharnier unseres Testgeräts war ein leichtes Spiel vorhanden. Einen billigen oder instabilen Eindruck machte es dadurch jedoch nicht. Für die Preisklasse empfanden wir die Verarbeitung weiterhin als ordentlich.

Sehr positiv ist der magnetische Halt der Ohrhörer. Sie sitzen ausgesprochen fest im Case. Selbst bei kräftigem Schütteln bewegen sie sich nicht aus ihrer Position. Das empfanden wir im Alltag als angenehm und sicher.

Einen Komfortpunkt hätten wir uns beim Case allerdings zusätzlich gewünscht: kabelloses Laden. Geladen wird ausschließlich per USB-C. Ein Qi-fähiges Case hätte gerade auf dem Schreibtisch oder Nachttisch zusätzlichen Komfort geboten. Ein großer Nachteil ist das für uns nicht, bei 139 Euro wäre Wireless Charging aber eine schöne Ergänzung gewesen.

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Technische Daten

Technisch sind die OpenFit Air 2 modern ausgestattet. Jeder Ohrhörer wiegt nur 7,2 Gramm. Die Verbindung erfolgt über Bluetooth 6.1, außerdem werden MultiPoint sowie die Audio-Codecs AAC und SBC unterstützt.

Merkmal Angabe
Hersteller Shokz
Modell OpenFit Air 2 / T520
Farben Ice Blue, Schwarz, Weiß
Bauart Open-Ear True Wireless
Gewicht je Ohrhörer 7,2 g
Gewicht Ladecase 46,4 g
Gesamtgewicht 60,8 g
Bluetooth Bluetooth 6.1
Reichweite bis zu 10 m
Audio-Codecs AAC, SBC
Frequenzbereich 20 Hz bis 20 kHz
Akkukapazität Ohrhörer 56 mAh
Akkukapazität Ladecase 600 mAh
Musikwiedergabe bis zu 8 Stunden
Gesamtlaufzeit mit Case bis zu 36 Stunden
Gesprächszeit bis zu 6 Stunden
Schnellladen 10 Minuten für bis zu 3 Stunden Wiedergabe
Ladezeit Ohrhörer ca. 60 Minuten
Ladezeit Ohrhörer + Case ca. 100 Minuten
Schutzklasse Ohrhörer IP55
Schutzklasse Ladecase IP54
MultiPoint zwei Geräte gleichzeitig
Garantie 2 Jahre
Preis 139 Euro

Bei den Laufzeit- und Ladedaten handelt es sich um Herstellerangaben. Eine vollständige Laufzeitmessung haben wir nicht durchgeführt.

Für Sport und den täglichen Einsatz ist die Schutzklasse besonders interessant. Die Ohrhörer selbst sind nach IP55 geschützt, das Ladecase nach IP54. Schweiß, Spritzwasser oder ein Regenschauer gehören damit zu den vorgesehenen Einsatzbedingungen. Schwimmen oder Duschen sollte man mit den OpenFit Air 2 allerdings nicht.

Einrichtung und erste Inbetriebnahme

Für die Einrichtung haben wir die Shokz-App aus dem App Store installiert. Die OpenFit Air 2 wurden sofort erkannt und ließen sich ohne Probleme verbinden.

Die App führt den Nutzer anschließend durch die wichtigsten Schritte. Dabei wird unter anderem gezeigt, wie die Ohrhörer richtig am Ohr positioniert werden und wie die Bedienung funktioniert.

Gerade bei einem Open-Ear-Modell finden wir das sinnvoll. Wer vorher ausschließlich klassische In-Ears genutzt hat, muss sich an das Trageprinzip zunächst etwas gewöhnen.

Bei unserem Testgerät stand außerdem direkt ein Firmware-Update zur Verfügung. Auch dieser Vorgang war unkompliziert. Die App erklärt die Voraussetzungen verständlich und begleitet den Nutzer Schritt für Schritt durch das Update.

Unser Testgerät lief anschließend mit der Firmware-Version EU_R_02.

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Shokz-App: übersichtlich und sinnvoll aufgebaut

Die Shokz-App hat uns insgesamt gut gefallen. Sie ist übersichtlich aufgebaut und überfordert nicht mit unnötig vielen Untermenüs.

Direkt auf der Hauptseite werden die Akkustände des linken und rechten Ohrhörers sowie des Ladecase angezeigt.

Für den Klang stehen verschiedene EQ-Profile zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem Standard, Vocal, Bass und Privat sowie ein benutzerdefinierter Modus.

Die Unterschiede zwischen den Profilen waren für uns hörbar. Im Alltag haben wir die OpenFit Air 2 allerdings überwiegend im Standard-Modus verwendet, weil uns dieser bereits sehr gut gefallen hat.

Auch die Bedienung der Ohrhörer lässt sich über die App anpassen. Verschiedene Tasteneingaben können individuell belegt werden, zudem kann die Empfindlichkeit der Drucksteuerung verändert werden.

Darüber hinaus bietet die App MultiPoint-Einstellungen, eine Suchfunktion für die Ohrhörer, verschiedene Lautstärken für Systemhinweise und Optionen für die Bluetooth-Verbindung. Je nach Bedarf kann beispielsweise eine niedrige Latenz oder eine möglichst stabile Verbindung priorisiert werden.

Für uns bietet die App damit genau die Funktionen, die im Alltag sinnvoll sind, ohne unnötig kompliziert zu werden.

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Tragekomfort: sehr leicht und auch über Stunden angenehm

Der Tragekomfort gehört für uns zu den größten Stärken der OpenFit Air 2.

Die flexiblen Ohrbügel waren in den ersten Minuten zunächst etwas ungewohnt. Nach kurzer Zeit haben wir uns jedoch sehr schnell daran gewöhnt.

Die Bügel sind weich und flexibel und passen sich gut an das Ohr an. Auch nach längerer Nutzung konnten wir keinen unangenehmen Druck feststellen.

Hier macht sich auch das geringe Gewicht bemerkbar. Mit nur 7,2 Gramm pro Ohrhörer sind die OpenFit Air 2 angenehm leicht. Gerade bei längeren Hörsessions empfanden wir das als deutlichen Vorteil. Die Ohrhörer ziehen nicht unangenehm am Ohr und fühlen sich auch nach mehreren Stunden nicht schwer an.

Beim Sport saßen sie bei uns ausgesprochen sicher. Selbst bei stärkeren Bewegungen blieben sie zuverlässig an ihrer Position.

Das hat uns besonders gut gefallen, denn sicherer Sitz bedeutet hier nicht, dass die Ohrhörer unangenehm fest gegen das Ohr drücken müssen.

Auch abends haben wir sie gerne genutzt. Selbst wenn wir beim Einschlafen noch einen Podcast oder ein Hörbuch gehört haben, empfanden wir die OpenFit Air 2 nicht als störend.

Die Umgebung bleibt hörbar

Der größte Vorteil des Open-Ear-Konzepts zeigte sich für uns ganz klar im Alltag.

Während Musik, Hörbücher oder Podcasts laufen, bekommt man weiterhin viel von seiner Umgebung mit. Man fühlt sich nicht so stark abgeschirmt wie mit klassischen In-Ears.

Beim Spaziergang, Sport, Arbeiten zu Hause oder allgemein unterwegs lässt sich Audio hören, ohne die Außenwelt komplett auszublenden. Genau das ist für uns einer der wichtigsten Pluspunkte der OpenFit Air 2.

Natürlich ist diese Eigenschaft gleichzeitig ein grundlegender Unterschied zu Kopfhörern mit aktiver Geräuschunterdrückung. Wer möglichst wenig von seiner Umgebung mitbekommen möchte, sucht vermutlich nach einem anderen Kopfhörertyp.

Wer hingegen bewusst offen hören möchte, bekommt hier einen echten praktischen Vorteil.

Klang: deutlich besser als erwartet

Beim Klang waren wir vor dem Test eher skeptisch. Von einem Open-Ear-Kopfhörer hatten wir nicht erwartet, dass er uns klanglich so gut gefallen würde.

Die OpenFit Air 2 haben uns deshalb positiv überrascht.

Musik klang für uns angenehm und keineswegs so dünn, wie wir es aufgrund der offenen Bauweise zunächst erwartet hatten. Stimmen wurden klar wiedergegeben und standen ausreichend im Vordergrund. Das machte sich besonders bei Podcasts und Hörbüchern bemerkbar, die wir über längere Zeit sehr angenehm hören konnten.

Auch bei Musik hat uns die Abstimmung gefallen. Besonders der Bass hat uns überrascht. Trotz des offenen Gehörgangs besitzt der Klang ein ordentliches Fundament und wirkt dadurch nicht flach oder kraftlos. Natürlich entsteht nicht der gleiche Druck wie bei einem gut abdichtenden In-Ear, für einen Open-Ear-Kopfhörer empfanden wir die Basswiedergabe aber als ausgesprochen gelungen.

Auch die Höhen empfanden wir als angenehm. Stimmen und Instrumente wirkten klar, ohne dass uns eine unangenehme Schärfe aufgefallen wäre. Insgesamt würden wir den Klang weniger als analytisch und vielmehr als angenehm und alltagstauglich beschreiben.

Shokz setzt unter anderem auf einen sogenannten Bassphere-Treiber und den OpenBass-2.0-Algorithmus. Damit soll insbesondere die Basswiedergabe des offenen Systems verbessert werden.

Wir haben keine eigenen Frequenzmessungen durchgeführt und wollen deshalb keine objektive Laboranalyse vortäuschen. Unsere Einschätzung basiert auf unserem tatsächlichen Höreindruck im Alltag.

Und genau dort haben uns die OpenFit Air 2 klanglich überzeugt. Gerade angesichts der offenen Bauweise hatten wir mit deutlich größeren Einschränkungen gerechnet.

Sound Leakage: Wie viel hören andere mit?

Bei einem Open-Ear-Kopfhörer waren wir außerdem gespannt darauf, wie viel andere Personen von unserer Wiedergabe mitbekommen.

Schließlich befindet sich der Lautsprecher direkt vor dem Ohr und der Gehörgang wird nicht abgedichtet. Entsprechend hatten wir zunächst erwartet, dass Musik oder Podcasts für Personen in unmittelbarer Nähe relativ deutlich hörbar sein könnten.

In unserem Alltag fiel das allerdings weniger stark auf als erwartet.

Bei normaler Lautstärke empfanden wir die Schallabgabe nach außen als unproblematisch. Sobald die Lautstärke deutlich erhöht wird und die Umgebung gleichzeitig sehr ruhig ist, kann eine Person in unmittelbarer Nähe die Wiedergabe allerdings wahrnehmen.

Gerade in einem sehr ruhigen Raum sollte man deshalb nicht davon ausgehen, dass die Wiedergabe vollständig privat bleibt. Bei normaler Nutzung und üblicher Umgebungslautstärke hat uns dieser Punkt im Alltag jedoch nicht gestört.

Shokz setzt hier auf die sogenannte DirectPitch-Technologie. Sie soll den Schall möglichst gezielt in Richtung des Gehörgangs lenken und gleichzeitig die Schallabgabe in die Umgebung reduzieren.

Nach unserem Eindruck funktioniert das für einen offenen Kopfhörer gut. Vollständig verhindern kann das offene Konzept nach außen dringenden Schall naturgemäß nicht, störend empfanden wir das während unserer normalen Nutzung aber nicht.

Telefonie: klar und verständlich

Auch für Telefonate haben wir die OpenFit Air 2 regelmäßig genutzt.

Die Gespräche ließen sich sauber und verständlich führen. Entscheidend war für uns dabei nicht nur, wie wir die andere Person hörten, sondern auch die Rückmeldung unserer Gesprächspartner.

Diese bestätigten uns eine klare und gut verständliche Sprachübertragung.

Dumpfe Stimmen oder auffällige Probleme bei der Sprachqualität konnten wir während unseres Tests nicht feststellen.

Shokz arbeitet bei der Telefonie unter anderem mit mehreren Mikrofonen und einer softwaregestützten Geräuschreduzierung. Wie gut einzelne technische Komponenten daran beteiligt sind, können wir nicht separat messen.

Das Ergebnis im Alltag war für uns aber eindeutig: Telefonieren funktionierte problemlos.

Bedienung direkt am Ohr

Auch die Bedienung der OpenFit Air 2 zählt für uns zu den gelungenen Punkten.

Shokz setzt auf druckempfindliche Tasten. Diese ließen sich bei unserem Test sehr einfach bedienen und reagierten zuverlässig.

Die Empfindlichkeit empfanden wir als sehr gut abgestimmt. Eingaben wurden sauber erkannt und wir mussten nicht mehrfach drücken, damit eine Funktion ausgeführt wurde.

Wiedergabe, Titelsprung, Lautstärke und Telefonfunktionen lassen sich direkt an den Ohrhörern steuern. Über die App kann die Belegung zusätzlich an die eigenen Vorlieben angepasst werden.

Gerade beim Sport ist das angenehm, weil nicht ständig zum Smartphone gegriffen werden muss.

Einen kleinen Komfortpunkt gibt es allerdings: Beim Abnehmen pausiert die Wiedergabe nicht automatisch. Erst wenn ein Ohrhörer wieder in das Ladecase gelegt wird, stoppt die Wiedergabe entsprechend.

Uns hat das während des Tests kaum gestört, erwähnenswert ist es trotzdem.

MultiPoint mit iPhone und MacBook

Die OpenFit Air 2 unterstützen MultiPoint und können dadurch mit zwei Geräten gleichzeitig verbunden werden.

Wir haben das konkret mit einem iPhone 17 Pro Max und einem MacBook ausprobiert.

Der Wechsel zwischen den Geräten funktionierte während unseres Tests ohne Probleme. Verbindungsabbrüche oder störende Aussetzer sind uns nicht aufgefallen.

Gerade das hat uns sehr positiv überrascht.

Einen derart unkomplizierten Wechsel kannten wir persönlich bislang vor allem von Apples AirPods innerhalb des Apple-Ökosystems. Technisch funktionieren beide Lösungen nicht identisch, vom Nutzungskomfort her erinnerte uns das Verhalten der Shokz aber durchaus daran.

Für den Alltag ist das ein großer Vorteil, wenn beispielsweise Musik am MacBook läuft und anschließend ein Anruf über das Smartphone eingeht.

Akku: im Alltag problemlos

Shokz gibt für die OpenFit Air 2 bis zu acht Stunden Musikwiedergabe mit einer Ladung an. Zusammen mit dem Ladecase sollen bis zu 36 Stunden möglich sein.

Wir haben die Ohrhörer mehrfach über mehrere Stunden am Stück getragen, konnten sie dabei jedoch nicht vollständig entladen.

Eine vollständige Laufzeitmessung über acht Stunden haben wir deshalb nicht durchgeführt.

Im normalen Alltag machte der Akku trotzdem einen sehr guten Eindruck. Nach längerer Nutzung wurden die Ohrhörer im Case nach unserem Eindruck schnell wieder geladen.

Shokz nennt außerdem eine Schnellladefunktion. Zehn Minuten Ladezeit sollen bis zu drei weitere Stunden Musikwiedergabe ermöglichen.

Diesen Wert haben wir nicht selbst nachgemessen und behandeln ihn daher ausschließlich als Herstellerangabe.

Was uns weniger gefallen hat

Unser Gesamteindruck fiel sehr positiv aus. Trotzdem gibt es einige Punkte, die man vor dem Kauf kennen sollte.

Das fehlende Ladekabel ist für uns einer der offensichtlichsten Punkte. Bei 139 Euro hätten wir ein passendes USB-C-Kabel gerne im Lieferumfang gesehen.

Auch kabelloses Laden des Ladecase hätten wir begrüßt. Im Alltag funktioniert das Laden über USB-C problemlos, ein Qi-fähiges Case wäre aber noch komfortabler gewesen.

Das Scharnier unseres Ladecase weist außerdem ein leichtes Spiel auf. Einen minderwertigen Eindruck vermittelt es dadurch allerdings nicht.

Hinzu kommt die fehlende automatische Pause beim Herausnehmen der Ohrhörer. Wer diese Funktion von anderen True-Wireless-Modellen gewohnt ist, könnte sie vermissen.

Wichtiger als diese Komfortpunkte ist allerdings der grundsätzliche Kompromiss der offenen Bauweise. In sehr lauter Umgebung können Außengeräusche die Wiedergabe deutlich stärker überlagern. Wer maximale Abschirmung sucht, sollte daher eher zu klassischen In-Ears mit ANC greifen.

Auch die Wiedergabe ist aufgrund der offenen Konstruktion nicht vollständig privat. Bei normaler Lautstärke war das für uns kein Problem, in einer sehr ruhigen Umgebung und bei höherer Lautstärke können Personen in unmittelbarer Nähe allerdings etwas davon mitbekommen.

Uns persönlich hat keiner dieser Punkte während des Tests ernsthaft gestört.

Preis-Leistung

Die Shokz OpenFit Air 2 kosten 139 Euro.

Nach unseren Erfahrungen empfinden wir diesen Preis als fair.

Die Ohrhörer bieten einen sehr hohen Tragekomfort, sitzen beim Sport sicher, klingen für ein Open-Ear-Modell überraschend gut und funktionierten bei Telefonaten zuverlässig.

Hinzu kommen eine unkomplizierte App, gut funktionierende Tasten, MultiPoint und eine Verarbeitung, die uns trotz des niedrigen Gewichts keineswegs billig vorkam.

Natürlich fehlen einige Komfortfunktionen wie kabelloses Laden und eine automatische Trageerkennung. Hinzu kommen die grundsätzlichen Eigenschaften des Open-Ear-Konzepts: Außengeräusche werden nicht abgeschirmt und bei hoher Lautstärke kann etwas Schall nach außen dringen.

Gerade für Nutzer, die offene Kopfhörer bewusst wegen der besseren Wahrnehmung ihrer Umgebung suchen, passt die Kombination aus Komfort, Klang und Alltagstauglichkeit aus unserer Sicht jedoch sehr gut.

Verfügbarkeit und Kauf

Wer sich die Shokz OpenFit Air 2 genauer ansehen oder direkt bestellen möchte, findet sie auf der offiziellen Shokz-Webseite. Alternativ sind die Kopfhörer auch über Amazon erhältlich. Preise und Verfügbarkeit können je nach Händler und gewählter Farbvariante variieren.

Fazit

Die Shokz OpenFit Air 2 haben uns im Alltag schnell überzeugt. Besonders der Tragekomfort ist eine ihrer größten Stärken: Die Ohrhörer sind sehr leicht, sitzen angenehm und blieben bei uns auch beim Sport zuverlässig an ihrem Platz. Selbst nach längerer Nutzung entstand kein störender Druck.

Genau hier spielt auch das Open-Ear-Konzept seine Vorteile aus. Musik, Podcasts und Hörbücher lassen sich hören, ohne dass man sich komplett von der Umgebung abschottet. Für Spaziergänge, Sport oder den Einsatz zu Hause empfanden wir das als sehr angenehm.

Auch klanglich haben uns die OpenFit Air 2 positiv überrascht. Der Bass wirkt für die offene Bauweise angenehm präsent, Stimmen werden klar wiedergegeben und insgesamt klingt der Kopfhörer ausgewogen und alltagstauglich. Dazu kommen eine einfache Bedienung, eine übersichtliche App, zuverlässige Telefonie und ein problemlos funktionierendes MultiPoint.

Für 139 Euro finden wir den Preis angemessen. Wer einen leichten und bequemen Open-Ear-Kopfhörer für Alltag und Sport sucht und seine Umgebung weiterhin wahrnehmen möchte, findet mit den OpenFit Air 2 eine sehr überzeugende Lösung. Nach unserem Test würden wir sie selbst kaufen und auch weiterempfehlen.