Was passiert, wenn man Social Deduction à la „Among Us“ mit einem düsteren Fantasy-Action-RPG kombiniert? Genau diese Frage will TMXN Games mit „Among Shadows“ beantworten. Das bereits angekündigte Multiplayer-Projekt hat jetzt einen konkreten Termin für seinen Early Access: Am 24. September 2026 startet das Spiel auf Steam.
Dabei geht es nicht nur darum, andere Spieler durch Gespräche und Abstimmungen als Verräter zu entlarven. „Among Shadows“ verbindet das klassische Misstrauensprinzip mit Echtzeitkämpfen, Charakterklassen, Monsterjagd, Ressourcen, Ausrüstung und einer zunehmend gefährlicher werdenden Spielwelt.
Early Access startet am 24. September 2026
TMXN Games hat den 24. September als offiziellen Starttermin für die Early-Access-Version bestätigt.
Zum Start soll „Among Shadows“ 10,99 US-Dollar kosten. Ein endgültiger Euro-Preis ist im deutschen Steam-Store derzeit noch nicht ausgewiesen.
Wer das Spiel vorher ausprobieren möchte, bekommt bereits jetzt Gelegenheit dazu. Eine kostenlose Testphase ist bis zum 31. August angesetzt.
Bis zu zehn Spieler – aber nicht alle verfolgen dasselbe Ziel
Eine Partie unterstützt bis zu zehn Teilnehmer.
Die Mehrheit gehört zum Order of the Secret Fire. Diese sogenannten Envoys wurden in ein vom Verfall gezeichnetes Land geschickt, um die Quelle einer mysteriösen Infektion zu finden und zu zerstören.
Das eigentliche Problem kommt allerdings nicht nur von außen.
Unter den Spielern befinden sich Underworld Apostles, die sich als gewöhnliche Mitglieder des Ordens tarnen. Sie versuchen, die Mission von innen heraus zu sabotieren und einzelne Verbündete möglichst unauffällig auszuschalten.
Social Deduction funktioniert hier nicht nur über Gespräche
Genau hier unterscheidet sich „Among Shadows“ von vielen klassischen Social-Deduction-Spielen.
Die Verräter müssen nicht einfach nur überzeugend lügen. Sie bewegen sich durch dieselbe gefährliche Spielwelt wie alle anderen und können aktiv Fallen stellen, Missionen sabotieren oder günstige Momente für einen Angriff abwarten.
Dadurch entsteht Misstrauen nicht ausschließlich während einer Abstimmung, sondern permanent während der gemeinsamen Erkundung.
Jede Nacht kommt es zum Judgment
Überlebt die Gruppe den Tag, kann sie sich nachts in einer Kirche versammeln.
Dort beginnt das sogenannte Judgment.
Spieler vergleichen Beobachtungen, diskutieren über verdächtiges Verhalten und versuchen herauszufinden, wer tatsächlich für die Gegenseite arbeitet.
Sprachkommunikation gehört deshalb zu einem wichtigen Bestandteil des Spiels.
Der Blood Moon verändert das Ziel einer Partie
Mit fortschreitender Infektion steigt die Gefahr.
Sobald der Blood Moon erscheint, verändert sich die Partie deutlich. Statt weiterhin nach Infektionsherden zu suchen, muss der Orden einen Lord und dessen Begleiter durch das verseuchte Gebiet zu einem Evakuierungspunkt bringen.
Untote und andere Kreaturen greifen den Konvoi an, während die Verräter versuchen können, den Lord vorher auszuschalten.
Damit besitzt eine Partie einen klaren finalen Höhepunkt, bei dem sich die Interessen beider Seiten immer schwerer verbergen lassen.
Zehn unterschiedliche Envoys
Zum Early-Access-Start sollen zehn spielbare Envoys zur Verfügung stehen.
Jeder besitzt eigene Fähigkeiten und einen anderen Kampfstil.
Der Samurai konzentriert sich beispielsweise auf klassische Schwertkämpfe. Der Wind Talker setzt elektrische Magie ein, während der schwer gerüstete Paladin mit mächtigen heiligen Angriffen arbeitet.
Damit bekommen die Figuren deutlich mehr spielerische Identität als die weitgehend austauschbaren Crewmitglieder klassischer Social-Deduction-Titel.
Waffen, Magie und Ressourcen
Während der Erkundung sammeln Spieler Materialien und andere Ressourcen.
Damit lassen sich bessere Waffen herstellen und zusätzliche Magiefähigkeiten freischalten.
Ein Teil der mächtigeren Zauber muss gezielt innerhalb der Spielwelt gefunden werden.
Das sorgt dafür, dass sich die Gruppe immer wieder entscheiden muss, wie weit sie sich voneinander entfernt. Und genau das kann für einen versteckten Verräter eine perfekte Gelegenheit sein.
Infektionsquellen können praktisch überall lauern
Die Aufgabe des Ordens besteht darin, verschiedene Infektionsherde aufzuspüren.
Diese können beispielsweise in Brunnen, an geheimen Kultstätten oder an anderen Orten innerhalb der Welt auftauchen.
Zusätzlich warten Monster, Banditen, fanatische Gegner und mächtige Geisterwesen.
Selbst ohne menschlichen Verräter dürfte deshalb ausreichend Gefahr vorhanden sein.
Ein interessanter Genre-Mix
„Among Shadows“ bewegt sich zwischen mehreren bekannten Konzepten.
Das Misstrauen innerhalb der Gruppe erinnert zwangsläufig an „Among Us“, „Project Winter“ oder „Deceit“.
Die Welt, das Kampfsystem und die Fantasy-Klassen orientieren sich dagegen deutlich stärker an Action-RPGs.
Dadurch könnten auch Spieler angesprochen werden, denen klassische Social-Deduction-Spiele spielmechanisch normalerweise zu dünn sind.
Der Early Access wird entscheidend
Genau bei dieser Mischung liegt allerdings auch das größte Risiko.
Ein Social-Deduction-Spiel funktioniert nur, wenn Rollen, Informationen und Möglichkeiten zur Täuschung gut ausbalanciert sind.
Ein Action-RPG benötigt gleichzeitig befriedigende Kämpfe, Charaktervielfalt und Progression.
Wenn eine Seite deutlich stärker ausfällt als die andere, kann das Konzept schnell auseinanderbrechen.
Fachliche Einordnung
„Among Shadows“ gehört zu den interessanteren Multiplayer-Ideen dieses Early-Access-Herbstes.
Social Deduction ist grundsätzlich kein neues Genre mehr. TMXN Games versucht allerdings, das bekannte Prinzip wesentlich stärker mit einem richtigen Actionspiel zu verbinden.
Besonders die Blood-Moon-Phase könnte für Spannung sorgen. Sobald aus Erkundung und verdeckter Sabotage plötzlich eine offene Evakuierungsmission wird, müssen Verräter irgendwann entscheiden, ob sie ihre Tarnung weiterhin aufrechterhalten oder direkt zuschlagen.
Auch die unterschiedlichen Klassen sind ein sinnvoller Ansatz. Wenn Spieler Fähigkeiten und Kampfstile wirklich kennenlernen müssen, kann zusätzliches Misstrauen entstehen: Hat der Paladin gerade einen Fehler gemacht – oder absichtlich nicht geholfen?
Ob diese Situationen tatsächlich funktionieren, wird sich allerdings erst mit größeren Spielerzahlen zeigen. Genau dafür eignet sich der Early Access besonders gut.
Am 24. September beginnt der eigentliche Test. Wer vorher herausfinden möchte, ob die Mischung aus Dark Fantasy, Action-RPG und Verräterjagd funktioniert, kann „Among Shadows“ bereits während der kostenlosen Testphase ausprobieren.