HeyGears hat mit dem G1X einen neuen Desktop-Drucker vorgestellt, der Vollfarb-3D-Druck, 3D-Texturdruck und klassischen 2D-UV-Druck in einem Gerät vereinen soll.
Damit richtet sich das System vor allem an Maker, Designstudios, kleine Unternehmen und Kreativprofis, die farbige Modelle, taktile Oberflächen oder individualisierte Produkte ohne separate Nachbearbeitung herstellen möchten.
Laut HeyGears kombiniert der G1X drei zentrale Anwendungen: vollfarbige 3D-Modelle, reliefartige 3D-Texturen sowie direkten UV-Druck auf verschiedene Materialien. Im 3D-Modus arbeitet das System mit einem speziellen Tintenset aus CMYK, doppeltem Weiß, wasserlöslichem Support und transparenter Tinte. Dadurch sollen Modelle direkt farbig aus dem Druckprozess kommen, ohne dass eine nachträgliche Bemalung nötig ist.
Auch im UV-Modus positioniert HeyGears den G1X als vielseitige Desktop-Lösung. Der Drucker soll mit einem 8-Kanal-Tintensystem, einem Epson-i3200-Druckkopf und einer Auflösung von bis zu 1440 × 2400 DPI arbeiten. Unterstützt werden laut Hersteller mehr als 400 kompatible Materialien, darunter Metall, Acryl, Holz, Leder und Keramik. Für strukturierte Oberflächen gibt HeyGears eine Texturhöhe von bis zu 10 Millimetern an, empfiehlt für bessere Stabilität und Qualität jedoch maximal 5 Millimeter.
Spannend ist der G1X vor allem, weil er mehrere Arbeitsprozesse zusammenführt, die bislang oft getrennte Geräte oder manuelle Nacharbeit erforderten. Für kleine Serien, personalisierte Produkte, Modelle, Prototypen und kreative Anwendungen könnte das System damit eine neue Kategorie zwischen Desktop-3D-Drucker und UV-Flachbettdrucker besetzen.
Der Marktstart erfolgt zunächst über eine Reservierung beziehungsweise Early-Access-Phase. HeyGears nennt eine Anzahlung von 50 US-Dollar, mit der sich Interessenten einen Platz für das kommende Kickstarter-Angebot sichern können. Genaue Alltagstests, Langzeit-Erfahrungen und unabhängige Qualitätsvergleiche stehen allerdings noch aus. Deshalb sollte der G1X aktuell als vielversprechende Ankündigung betrachtet werden – nicht als bereits unabhängig bestätigter neuer Standard im Desktop-Farbdruck.