Wer schon einmal einen vollgepackten Bollerwagen durch tiefen Strandsand gezogen hat, kennt das Problem: Je schwerer die Ladung wird, desto schneller wird der eigentlich entspannte Weg zum Strand zum kleinen Krafttraining. LITEFAR will genau dieses Problem mit dem neuen B1 Beach Edition lösen. Der elektrische und faltbare Strandwagen startet am heutigen 18. August 2026 auf Indiegogo und kombiniert breite Ballonreifen mit Motorunterstützung, großem Stauraum und einem herausnehmbaren Akku.

Der B1 ist dabei nicht einfach ein gewöhnlicher Bollerwagen, dem nachträglich ein Elektromotor spendiert wurde. LITEFAR hat das Modell gezielt für Untergründe entwickelt, auf denen klassische schmale Räder schnell einsinken.

600 Watt und breite Ballonreifen für den Strand

Das auffälligste Merkmal sind die vier 10 Zoll großen Räder. Vorne setzt LITEFAR auf breite Ballonreifen, während die hinteren Räder den elektrischen Antrieb integrieren.

Laut den aktuellen technischen Daten arbeitet das System mit einem 600-Watt-Brushless-DC-Nabenmotor und erreicht ein maximales Drehmoment von 36 Nm. Gerade in weichem Sand soll der Motor einen Großteil der Arbeit übernehmen.

Die Geschwindigkeit lässt sich regulieren. Vorwärts sind maximal 1,5 Meter pro Sekunde möglich, was umgerechnet rund 5,4 km/h entspricht. Rückwärts fährt der B1 mit maximal 0,5 Meter pro Sekunde.

Damit bleibt der Wagen ungefähr im Bereich normaler Gehgeschwindigkeit und soll seinen Besitzer unterstützen, anstatt selbst zum kleinen Elektrofahrzeug zu werden.

Bis zu 100 Kilogramm während der Fahrt

Auch bei der Zuladung hat LITEFAR einiges vorgesehen. Während der Fahrt darf der B1 mit maximal 100 Kilogrammbeladen werden. Im Stand gibt der Hersteller sogar eine Belastbarkeit von bis zu 200 Kilogramm an.

Der eigentliche Stauraum fasst rund 150 Liter. Damit dürfte ausreichend Platz für Kühlbox, Strandtaschen, Handtücher, Spielzeug oder Campingausrüstung vorhanden sein.

Mit 24 Kilogramm Eigengewicht gehört der B1 allerdings selbst nicht gerade zu den Leichtgewichten. Immerhin lässt sich die Konstruktion zusammenklappen.

Aufgebaut misst der Wagen ungefähr 102 × 60 × 110 Zentimeter. Zusammengefaltet reduziert sich insbesondere die Höhe auf etwa 54 Zentimeter. LITEFAR bewirbt das Modell deshalb auch für den Transport im Kofferraum größerer Fahrzeuge.

Der Akku wird unterwegs zur Powerbank

Interessant ist die herausnehmbare Batterie. LITEFAR verwendet seinen A24-Akku mit 24.000 mAh, der nicht ausschließlich den Elektromotor versorgt.

Außerhalb des Wagens lässt sich die Batterie auch als mobile Stromquelle verwenden. Damit können beispielsweise Smartphones und andere USB-Geräte unterwegs geladen werden. Gerade bei längeren Strand-, Camping- oder Angelausflügen ist das eine durchaus praktische Ergänzung.

Für den B1 nennt LITEFAR eine Betriebsdauer von bis zu etwa zwei Stunden. Die tatsächliche Laufzeit dürfte in der Praxis allerdings stark von Untergrund, Zuladung, Geschwindigkeit und Motorunterstützung abhängen.

Eine vollständige Ladung des A24 soll ungefähr 1,5 Stunden dauern. Da die Batterie herausnehmbar ist, kann außerdem ein zweiter Akku mitgenommen und bei Bedarf gewechselt werden.

App, Beleuchtung und weitere smarte Funktionen

Der elektrische Antrieb ist nicht das einzige technische Extra. Über die LITEFAR-App sollen sich unter anderem Geschwindigkeit und Unterstützungsstufe anpassen sowie zurückgelegte Strecken einsehen lassen.

OTA-Updates sind ebenfalls vorgesehen, wodurch LITEFAR Funktionen und Steuerung später per Software aktualisieren kann.

Hinzu kommt eine ausziehbare Beleuchtung für den Einsatz am Abend. Optional beziehungsweise abhängig von der angebotenen Ausstattung soll außerdem eine Fernbedienung zur Verfügung stehen.

Damit bewegt sich der B1 deutlich weiter in Richtung eines smarten Outdoor-Gadgets als eines klassischen Bollerwagens.

Nicht nur für den Strand interessant

Auch wenn LITEFAR das neue Modell ausdrücklich als Beach Edition vermarktet, dürfte das Einsatzgebiet deutlich größer sein. Die breiten Reifen und der elektrische Antrieb könnten beispielsweise auch beim Camping, Angeln, auf Festivals oder beim Transport von Foto- und Outdoor-Ausrüstung interessant sein.

Entscheidend wird allerdings sein, wie gut der Wagen mit unterschiedlichen Untergründen zurechtkommt. Gerade der Übergang zwischen Asphalt, Schotter, Wiese und tiefem Sand wäre deshalb ein interessanter Punkt für einen späteren Praxistest.